Tipps für Käufer
Der Erwerb einer Immobilie bedeutet den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Wer ihn erstmals geht, betritt Neuland. Dabei Lehrgeld zu bezahlen, ist ebenso ärgerlich wie überflüssig –nicht zuletzt deshalb holen sich die meisten Anleger Rat und Hilfe von erfahrenen Fachleuten.
Vom Traum zur Wirklichkeit
Persönliche Bedürfnisse
Budget und Finanzierung
Bauen, kaufen, ersteigern?
Erbpacht oder Erbbaurecht
Vertrag
Professionelle Beratung
Vom Traum zur Wirklichkeit
Gewöhnlich wirkt der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses nachhaltig. Kaum jemand entscheidet sich für Eigentum, um es nach kurzer Zeit wieder zu veräußern, denn der Aufwand vom Erwerb über das Her- und Einrichten bei eigener Nutzung oder das Vermarkten als Anlageobjekt bis zum raschen Wiederverkauf wäre zu groß. Gute Vorbereitung und das richtige Einschätzen eigener Wünsche und Möglichkeiten sind dabei das A und O. Kompromisse wird es immer geben, womöglich auch die eine oder andere kritische Phase. Wer aber die Gewissheit hat, dass beim Vertragsabschluss für seine Idealimmobilie alles passt, kann sich glücklich schätzen.
Persönliche Bedürfnisse
Wo man lebt, will man sich wohlfühlen. Deshalb sollte man sich über seine Ansprüche und Bedürfnisse im Klaren sein, bevor die Suche nach einer Immobilie beginnt – oder über die Ansprüche und Bedürfnisse Anderer, wenn es um ein Anlageobjekt geht. Hilfreich ist eine Checkliste, die umso länger ausfällt, je mehr künftige Bewohner im Spiel sind. Einige fundamentale Punkte sind dabei von besonderer Bedeutung:
- Wohnung oder Haus? Eine Familie mit Kindern stellt andere Ansprüche an Art, Lage und soziales Umfeld einer Immobilie, als Singles oder ältere Ehepaare.
- Die Familiengröße bestimmt Art und Zahl der Zimmer. Oft werden zusätzliche Räume benötigt, beispielsweise als Büro oder Gästezimmer.
- Den Lebensumständen entsprechend, gilt es Verkehrsanbindung sowie Entfernung zum Arbeitsplatz zu beachten.
- Neubau oder Bestandsobjekt? Beides hat sorgfältig abzuwägende Vor- und Nachteile.
- Energieversorgung: Gas oder Öl sind weit verbreitet, Holzpallets und Photovoltaik hingegen schonen die Umwelt.
- Heizung: Fußboden- oder Wandheizung, Flachheizkörper oder nicht? Es mangelt nicht an Möglichkeiten.
Auswahlkriterien gestalten sich individuell völlig verschieden, und die Spanne zwischen solider Ausstattung und Luxus ist breit. Sind die Grundentscheidungen getroffen, kann es losgehen.
Budget und Finanzierung
Mit dem Kaufpreis einer Immobilie allein ist es nicht getan. Ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation sind auch die Erwerbsnebenkosten. Dazu gehören Grundbucheintrag und -auszug, Grunderwerbssteuer, Notargebühr und gegebenenfalls Maklercourtage. Insgesamt fallen hierfür in der Regel acht bis zehn Prozent des Kaufpreises zusätzlich an.
- Beim Finanzierungsgespräch prüft die Bank alle Möglichkeiten gemeinsam mit dem Kunden und legt ihre Konditionen dar. Käufer sollten sich zuvor detailliert mit ihrer finanziellen Situation auseinandersetzen. Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung, wie viel Kredit wird also benötigt? Zieht man gar eine 100-Prozent-Finanzierung in Betracht? Letzteres ist ein gewagter Schritt, aber trotzdem möglich.
- Die geeignete Kreditart ist wesentlich. Wählt man einen reinen Bankkredit, oder ergänzt man ihn durch Bausparen? Kommt eine KfW-Förderung in Frage?
- Ausgiebiger Zinsvergleich und auch Zinsfestschreibungen können viel Ersparnis bringen.
- Fällige Bauspar- oder Lebensversicherungsverträge, gegebenenfalls auch Erbschaften, lassen sich für Sondertilgungen nutzen. Dies mindert die Restschuld und kann – sofern der Finanzierungsvertrag es erlaubt – die Laufzeit von Krediten verkürzen.
Kaufinteressenten sollten abwägen, ob nach Abzug aller Kosten genug übrig bleibt, um den gewohnten Lebensstandard langfristig halten zu können. Und sie sollten bedenken, dass Immobilieneigentum bisweilen auch schwer oder gar nicht vorhersehbare Kosten verursacht, die ausreichend finanziellen Spielraum erforderlich machen.
Kaufen, bauen, ersteigern?
Bauunternehmen bewerben attraktive Angebote, stilvolle Altstadthäuser locken mit charmant renovierten Wohnungen, Internetportale präsentieren Versteigerungsobjekte aller Art. Soll es eine Bestandsimmobilie sein, oder bevorzugt man einen Neubau? Wofür man sich auch entscheidet, jede Art des Erwerbs zieht anderen Handlungsbedarf nach sich:
- Beim Neubau kann man meist Ausstattungsmerkmale mitbestimmen. Durch Eigenleistung lässt sich – sofern man sie erbringen kann und will – Geld sparen.
- Bestandsimmobilien können bezugsfertig sein, oder auch nicht – Instandsetzung, Modernisierung und Renovierung machen Spaß, belasten aber auch. Entsprechende Kosten müssen bei der Finanzierung berücksichtigt werden.
- Im Zuge von Zwangsversteigerungen veräußerte Immobilien sind interessant, aber mit Risiken behaftet. Oft kauft man sie unbesehen, nicht immer erweisen sich als Schnäppchen. Wenn als Gläubiger fungierende Banken Kaufinteressenten Besichtigungstermine anbieten, sind Noch-Eigentümer nicht verpflichtet, diesen Zutritt zu gewähren. Gerichtskosten erhöhen grundsätzlich die Erwerbsnebenkosten.
Erbpacht oder Erbbaurecht
Je nach Vereinbarung erwirbt man mit einem einmaligen Betrag, mit monatlichem oder jährlichem Pachtzins das Recht, ein Haus auf fremdem Grundstück zu errichten. Da man auf das Eigentum am Grundstück verzichtet, fällt es nach Ablauf der Pachtzeit (bis 99 Jahre) an den Eigentümer zurück, wobei das Gebäude vergütet wird. Vorteil dieses Modells: Pachtkosten sind meist erheblich niedriger als Baulandpreise.
Vertrag
Der umfangreiche Abschluss beim Kauf einer Immobilie muss in allen Einzelheiten abgesichert werden. Ein notarieller Vertrag umfasst neben der Nennung von Vertragsparteien, Kaufpreis und Übergabetermin unter anderem eine detaillierte Beschreibung aller Besonderheiten des Objekts – auch bestehende Mängel, und wie mit ihnen verfahren wird –, er regelt Haftungs- und alle weiteren rechtlichen Fragen. Der Notar berät beim Entwurf, den Inhalt definieren alleine die Vertragspartner. Hat der Notar den Kaufvertrag beurkundet, ist er rechtswirksam.
Professionelle Beratung
A-Z Immoservice bringt Nachfrage und Angebot zusammen. Wir begleiten und betreuen Käufer effektiv über den gesamten Erwerbsprozess hinweg, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: die Auswahl der für sie idealen Immobilie als Wohneigentum oder Anlageobjekt.
Stellen Sie uns auf die Probe und profitieren Sie von unserer profunden Erfahrung.